Bologneser

Zuerst einmal, was ist ein Bologneser ? –

Der Bologneser ist ein Kleinhund, in die Familie der „Bichons” gehörend, langhaarig und naturweiß. Diese antike Kleinhunderasse hat ihren Ursprung in Italien, wo sie in sehr frühen Zeiten als zierlicher, intelligenter Luxushund des gehobenen Damenstandes gehalten wurde. Der Bologneser war – bis zur Öffnung der Grenzen zur ehemaligen DDR – sehr selten. Es gab in Westeuropa nur einige Züchter, welche aus Berufung alles daran setzten, um den Bologneser vor dem endgültigen Untergang zu bewahren.

Der Bologneser ist ein reizender Begleithund frohen Gemütes, jedoch nicht allzu lebhaft. Äußerst intelligent ist er seinem Herrn und seiner Familie sehr zugetan. Für die Kinder ein richtiger Spielkamerad, welcher sich aber notfalls in einen wütenden Bewacher des Hauses verwandeln kann.

Bologneser1

Man weiß sehr wenig über den Ursprung dieser Rasse, da die einschlägige Literatur nicht viel über die Herkunft dieser Luxushundes aussagt. Sicherlich muß der Malteser – wie bei vielen Kleinhunderassen – abstammungsmäßig mit im Spiel gewesen sein. Man weiß lediglich, daß man schon im 11. und 12. Jahrhundert den Bologneser dank seiner Anmut und Schönheit sehr schätzte. Speziell beliebt war dieser Hund dann in der Renaissance, wo sich insbesondere die Damen der noblen Gesellschaft einen Bologneser hielten. 1668 sandte Cosimo de Medici acht kleine Bologneser-Hunde nach Belgien und beauftragte Oberst Alamanni, diese in seinem Namen einigen hohen Persönlichkeiten aus Brüssel zu schenken. Auch heute noch werden in Belgien regelmäßig Bologneser gezüchtet. In der ehemaligen DDR erfreute sich die Rasse großer Beliebtheit. Die dortige Zuchtbasis begründete sich in Importen aus der UdSSR. Der russische Bologneser-Typ ist insgesamt etwas zierlicher und kleiner als der westeuropäische. Nach der Wiedervereinigung wurden die östlichen Zuchtbestände größtenteils von unserem Verband übernommen und stellen heute eine wertvolle Blutauffrischung für die alten Linien dar, die sich bis dahin mit einer kleinen Zuchtbasis aus nur wenigen, die Rasse beeinflussenden und erhaltenden Stammhunden beschränken mußten. An die ruhmvolle Geschichte des Bolognesers sind viele große Namen der Vergangenheit geknüpft, wie der von der Marquise de Pompadour (1721-1764) und von Katharina der Großen von Rußland (1729-1796). Auch die österreichische Kaiserin Maria Theresia besaß einen Bologneser, den sie so sehr liebte, daß sie ihn nach seinem Ableben präparieren ließ. Er kann noch heute im Wiener Naturhistorischen Museum bewundert werden. Auch der Ex-König von Italien, Umberto II. von Savoyen, überreichte Prinzessin Jose von Belgien einen Bologneser.

Bologneser

Advertisements